portrait of Mathias Hornung

MATHIAS HORNUNG

After graduating from high school and completing an apprenticeship as machine mechanic, Hornung studied stage and costume design at the State Academy of Fine Arts in Stuttgart- Weissenhof with Peter Grau and Jürgen Rose between 1988 and 1993. Hornung’s research reveals visual connections between traditional wood printing technology and digital order patterns. The materials, which Mathias Hornung uses are paper and the wood into which he mills the cuts that will later be used for printing - printing and the printing block are equal, they correspond and communicate with each other.

He has lived and worked in Berlin since 1992. Between 2004 and 2007 he worked in Canada, Costa Rica, Elba/Italy and Indonesia, and held exhibitions in France, USA, Canada, Belgium, Spain, Austria and South Africa.


2026
  • verschwinden  group show  Hofguen  Berlin
  • washed up to the surface. Anna Laudel Gallery. Istanbul
2025
  • accumulation sphere solo show. Strzelski Galerie Stuttgart
  • Blue morpho. Solo show Anna Laudel Gallery. Duesseldorf / Istanbul
  • Investec Cape Town Art Fair. With Anna Laudel Gallery
  • Aschermittwoch der Kunst. Stadt.Galerie St André / Kärnten
2024
  • Investec Cape Town Art Fair. Anna Laudel Gallery. Istanbul / Duesseldorf
  • Art Karlsruhe 2024. Anna Laudel Gallery. Istanbul Duesseldorf
  • Art Karlsruhe 2024. Galerie Rother. Wiesbaden
  • Art Karlsruhe. 2024. Galerie Lesmeister. Regensburg
  • Color Fields Solo Show. Galerie Rother. Wiesbaden
  • Gallery Launch. Thomarts Gallery Cape Town
  • Solo Show. Galerie Leonhard Graz
  • Group Show. Anna laudel Gallery. Bodrum
  • Kunst Reutlingen. KV Reutlingen/Holzschnittmuseum Reutlingen
  • Common Grounds Duo Show Kunsthalle Brennabor. Brandenburg an der Havel
2023
  • Hochdruck Now / Xylon Woodprint Museum Reutlingen
  • Hochdruck Now / Xylon Alte Münze Pirmasens
  • Volta Art Fair New York with Anna Laudel Gallery Istanbul
  • Kurz Hofgrün Galerie Berlin
  • Art Karlsruhe Galerie Rother Wiesbaden
  • Art Karlsruhe Galerie Anna Laudel Istanbul
  • Paper Positions Berlin Anna Laudel Gallery Istanbul
  • Investec Cape Town Art Fair Anna Laudel Gallery Istanbul
2022
  • Blue Codes. Lesmeister Gallery. Regensburg
  • Der Kreis. Imke Valentien Gallery. Stuttgart
  • 17th CI Istanbul Art Fair. Anna Laudel Gallery
  • Art Karlsruhe. Anna Laudel Gallery Imke Valentien Gallery & Lesmeister Gallery
  • Vorab. Imke Valentien Gallery. Stuttgart
  • Clash Berlin Valencia. BcmA. Berlin
  • Volta Art Fair. NYC Anna Laudel Gallery
  • Coloured Fields. Rother Gallery. Wiesbaden
  • Paper Positions Art Fair. NADAN Gallery Berlin
  • Skills and Talents. NADAN Gallery. Berlin
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2021
  • Fragment und Ganzheit Phleps Foundation Freiburg
  • Aetheria Grounds. Strzelski Gallery Stuttgart
  • Meisterwerke. Rother Gallery. Wiesbaden
  • 14 th CI Istanbul Art Fair. Anna Laudel Gallery. Istanbul
  • Loops & Lines. Lesmeister Gallery. Regensburg
  • Echos – Defragmentology. Anna Laudel Istanbul
  • Come Back. Imke Valentien Gallery. Stuttgart
  • Wanted Woodcuts Kunstmuseum Reutlingen
  • 15th CI Istanbul Art Fair. Anna Laudel Gallery. Istanbul
  • Digital Melt. Kunstverein Bad Nauheim
  • GEHAG Forum, Berlin
  • Position Art Fair. Lesmeister Gallery Berlin
2020
  • ZS Art Gallery, Vienna
  • Wooden Reliefs. Leonhard Gallery, Graz
  • Defragmentology Anna Laudel Gallery, Düsseldorf
  • Weltwirtschaft am HKW, Berlin
  • Intersection. Feldbusch Wiesner Rudolph Gallery, Berlin
  • Strzelski Gallery, Stuttgart
  • Isabelle Lesmeister Gallery, Regensburg
  • Art Karlsruhe. Leonhard Gallery. Graz. Austria
  • Art Karlsruhe. Anna Laudel Gallery. Duesseldorf / Istanbul
  • Palm Beach Modern + Contemporary, USA. Isabelle Lesmeister Gallery
  • GEHAG Forum at Deutsche Wohnen, Berlin
2019
  • Crypto Codes. Lesmeister Gallery, Regensburg
  • Check Mate. BcmA. Berlin
  • Prinzip Landschaft. ZS Art Gallery, Vienna
  • Incognito. Hofgrün Gallery Berlin
  • Art Karlsruhe, Reinhold Maas Gallery
  • paper positions berlin. Reinhold Maas Gallery. Reutlingen
  • Toronto Art Fair, Lesmeister Gallery
  • Foreign Interferenz. Corbeau House. Cape Town. SA
  • ARTe, Wiesbaden. Gallery z22
2018
  • Massenmanagement Showroom Thielbeer at gallery weekend. Berlin
  • Solar Mass Ejection, BcmA. Berlin
  • Interim. Das Labor, Berlin Neukölln
  • Das Werk als Raum im Raum. ZS Art Gallery, Vienna
  • Beukenhof-Phoenix Gallery, Kluisbergen, Belgium
  • Paradies. Hofgrün Gallery, Berlin
  • Positions, Berlin. Reinhold Maas Gallery Reutlingen
  • Art Salzburg Contemporary 2018, Salzburg
  • CAR fair Essen 2018. Gallery z22
2017
  • Beukenhof-Phoenix Gallery, Kluisbergen, Belgium
  • Woodprints. Maas Gallery, Reutlingen
  • bpm , trtn & plsts , Maas Gallery, Reutlingen
  • Sex Sells z22 Gallery. Berlin
  • Positions, Berlin. Maas Gallery
  • Paper Positions, Munich. Maas Gallery
2007
  • The Bali Purnati Center For The Arts, Bali, Indonesia
2004
  • Julia And David White Artists’ Colony, Ciudad Colon, Costa Rica
  • Thyll-Dürr-Stiftung, Elba, Italy
2003
  • Est-Nord-Est, Résidence d'Artistes, Québec, Canada

Mit Eigensinn und Chuzpe verbindet Mathias Hornung in seinen Arbeiten Konzept und Poesie, Anachronie, Anarchie und Zeit. Im Holzschnitt, in den sich verselbstständigenden Druckstöcken reflektiert er Tradition und Innovation, Technik und Techne, Medien und Materialien. Zeichnung und Skulptur, Raum und Fläche, Farbe und Material, Figur und Grund, Form und Spiel, Serialität und Einzigartigkeit kommen in seinen Arbeiten zusammen. Dabei wechselt Hornung zwischen bildhauerischen und druckgraphischen Verfahren, zwischen Druck und dem sich verselbständigenden Druckstock, zwischen Expressivität und Strenge.
Mathias Hornungs Arbeiten unternehmen Grenzgänge zwischen Grafik und Skulptur, sind sinnliche und zugleich konzeptuelle Bildgebilde, die gleichsam Raum und Zwischenraum zwischen Medien und Materialien erspielen. Druck und Druckstock sind eigenständige und doch miteinander kommunizierende Teile eines zirkulierenden Prozesses; jeder, auch der in sich selbst vervielfältigte Druck weist zurück auf seine Herkunft. Ursprung und Aufschub, vorher und nachher berühren sich. Die Holzschnitte, die Druckstöcke reflektieren und kommentieren sowohl auf der Ebene des Bildes als auch der Bildhandlung sich selbst und ihre Bedingungen und öffnen sich wechselseitig zu unerwarteter Wahrnehmung.
Hornungs Umgang mit der Materie ist ein sich entfaltender Prozess, immer anders, immer sich selbst. In der im Medium des Reliefs angelegten Reflektion von Fläche und Bildraum, der haptischen Anschauung seiner unabgeschlossenen Übergänge und Passagen geht es vielleicht auch darum, im Werk die Bühne wiederzugewinnen, auf der sich der Akt des Bildermachens wie auch die Vorstellungskraft des Betrachters entfalten können, um das Erspielen eines körperlichen Handlungsraumes, das Machen und Betrachten verbindet. Seine Reliefs sind immer ein spezifischer Oberflächenzustand und zeigen doch zugleich die Spur des Machens: Linien werden in die Fläche des organisch gewachsenen Holzstocks gefräst, das Holz ist Mit- und Gegenspieler, ist Widerstand und Möglichkeit. Der skulpturale Vorgang, der sich in den Fräsungen ein- und abzeichnet, führt der anachronistischen Technik des Holzschnitts ganz neue Bedeutungsdimensionen zu. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft treten so in Mathias Hornungs Holzdrucken, in den Reliefs in ein eigenwilliges, oszillierendes Verhältnis. Scheinbar Unvereinbares verbindet sich zu neuen Denk- und Sehräumen, die Ambivalenzen herstellen und austragen.